Mittwoch, 21. Januar 2015

[Rezension] Hexeninternat

(Quelle: Goodreads)


Autor: Heiko Grießbach
Titel:  Hexeninternat
Einband: eBook

Seitenanzahl: 212 Seiten

Sprache: Deutsch
Erschienen: 28 November 2014 
Preis: 0,99€
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Die sechzehnjährige Tanja aus Berlin erlebt mit dem Ende der Halbjahresferien auch das Ende ihres bisherigen Lebens. Sie stürzt beim Eislaufen mit der Freundin, sieht ihren Schwarm David mit einer blonden Tussi am Arm und als sie nach Hause kommt, trifft sie ihren blutenden Vater an. Ihre Eltern wurden von Jägern überfallen und müssen fliehen, um sich in Sicherheit zu bringen. Erst jetzt klären sie Tanja darüber auf, dass sie keine normalen Menschen sind! Sie schaffen ihre Tochter in ein Internat für angehende Hexen und Hexer, wo sie die Schule beenden und ihre Fähigkeiten als Hexe kennenlernen soll.

(Quelle: Goodreads)
"Verdammter Mist!", rief Tanja und riss reflexhaft die Arme hoch.




In der Rezension sind leichte Spoiler vorhanden, wenn ihr nichts dagegen habt schon etwas zu erfahren was erst bei ca. 20 % beschrieben wird könnt ihr ruhig weiterlesen.


   

Das Buch "Hexeninternat" hat sich vom Inhalt her nicht ganz so schlecht - um nicht zu sagen gut - angehört. Die Ausführung hat mir allerdings ganz und gar nicht gefallen. Am Besten fange ich mal mit dem Inhaltlichen an. Das Buch kam mir zu Anfang wie ein Mix aus vielen verschiedenen Büchern vor, da war zum Beispiel die Sache mit dem Gehirnmuster. In beiden Büchern (Shadow Falls Camp und Hexeninternat) lesen die Personen gegenseitig ihre Gehirnmuster, um über sich was herauszufinden, und zwar auf exakt dieselbe Art und Weise! Das mit "Protagonistin weiß nichts von ihrer Abstammung und geht in ein Internat um alles Mögliche über sich zu lernen" kommt mir auch aus meinem halben Bücherregal bekannt vor, genauso wie das die Eltern (bzw. die Mutter) angegriffen und verletzt wird und das Kind dann mehr oder weniger auf sich alleine gestellt ist (Chroniken der Unterwelt). Das bringe mich zu dem Kritikpunkt, dass die wenigsten Eltern ihr Kind einfach so abschieben würden, wie die Eltern der Protagonistin das in dem Buch gemacht haben und vor allem würden alle Eltern, die ihre Kinder wirklich lieben, zumindest versuchen ihren Kindern alles, in aller vorhandenen Ruhe, zu erklären und das nicht in ein paar Sätzen abklären und das Kind dann in ein Internat abschieben. 
Das Buch wurde leider auch sehr kurz gehalten. Damit ist das gemeint was ich schon genannt habe, das Sachen nicht ausgeführt wurden und sehr abgehackt "Abgeklärt wurden" und ich dadurch auch immer wieder das Gefühl hatte, das ich Sachen überlesen habe. Der gesamte Plot der Geschichte ist in meinem Augen sehr fehlerhaft und hat viele Löcher, Ecken und Kanten was der Geschichte leider nicht gut tut, da die ganzen Ecken und Kanten und Löcher Logikfehler sind und einfach nur nerven und die Geschichte noch unrealistischer machen. 
Was die Geschichte außerdem unrealistisch macht ist das die Dialoge oft platt und langweilig sind und in einer Sprache sind die Jugendliche in meinem Alter niemals sprechen würden. Mal habe ich gedacht die Protagonisten sind 10 oder 11 und manchmal habe ich mich gefragt, wie alt die den bitte schön sind, um so weise zu sprechen. Außerdem sollte man als Autor wissen das Mädchen grundsätzlich in der direkten Rede mehr Adjektive benutzen als Jungs und das dann auch umsetzten. Der Schreibstil hat mich durch seine Abgehacktheit doch sehr an einen Schulaufsatz erinnert, wie ich ihn in der 6. Klasse geschrieben habe. Ganz nach dem Motto "Viele Informationen in wenigen Sätzen und nicht immer mit Zusammenhang". In nur sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr wenigen Szenen habe ich das Gefühl gehabt, das der Autor mit Herzblut dabei war und nicht nur mit dem Gefühl "Ich muss das Buch fertig schreiben".
Was mich auch geärgert hat, ist, dass das Buch - zumindest in meinem Augen - keine wirkliche Spannungskurve hat. Es gab keine wirklichen erschreckenden Wendungen und alles, was man sehr spannend machen könnte, wurde wirklich schnell wieder aufgeklärt und mit schnell meine ich das ich spätestens auf der nächsten Seite eine Erklärung zu der Szene hatte. Das Ende war kein wirkliches Ende, sondern war eher so, wie ich ein Ende in einem Kapitel schreiben würde. Das Ende war mir persönlich zu plötzlich und hatte keinen richtigen Abschluss. 
Und als Letztes muss ich noch erwähnen, das ich in den eBook - trotz meiner grauenhaften Grammatik und Rechtschreibung - Rechtschreibfehler entdeckt habe.

Durch einen sehr anstrengenden Schreibstil und vielen Unstimmigkeiten im Plot war das Buch nicht sehr leicht zu lesen und ist von meiner Seite aus ein Buch, das man nicht lesen muss und auch nicht gelesen haben sollte (vor allem wenn man schon schlechte Erfahrungen mit Indieautoren gemacht hat). 
Ich gebe dem Buch eine Rose, da mir manche kleinen Dinge in dem Buch gefallen haben, aber das negative leider mehr war als das positive.





1 Kommentar:

  1. Puh, das Buch wurde mir neulich auch vorgeschlagen. Und es machte mir auch neugierig aber nach deiner Rezi hab ich gar keine Lust mehr auf das Buch ;)

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