Mittwoch, 13. April 2016

[Rezension] Nur ein Tag

(Quelle: Fischer FJB)


Autorin: Gayle Forman

Titel: Nur ein Tag
Verlag: Fischer FJB
Einband: Paperback
Seiten: 432
Sprache: Deutsch
Erschienen: 22 März 2016
ISBN: 978-3-8414-2106-7
Preis: 14,99€
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Leseprobe
Wenn du einem Menschen begegnet bist, der dein Herz geöffnet hat, wirst du alles dafür tun, ihn wiederzufinden.

Allysons Leben ist genau wie ihr Koffer – überlegt, geplant und ordentlich gepackt. Doch am letzten Tag ihrer dreiwöchigen Europatour lernt sie Willem kennen. Als freier, ungebundener Schauspieler ist er all das, was die 18jährige Allyson nicht ist, und als er sie einlädt, mit ihm nach Paris zu kommen, trifft sie spontan eine für sie untypische Entscheidung. Sie ändert ihren Plan und geht mit ihm. Allyson erlebt einen Tag voller Abenteuer und Romantik, Freiheit und Nähe – bis Willem am nächsten Morgen nicht mehr da ist.

Ein überwältigendes Buch über Liebe, Identität und die Zufälle des Schicksals.

Er sieht mich an und ich spüre, wie ein Flattern meinen Körper erfasst. Werde ich das wirklich tun?
„Also? Was sagst du? Möchtest du für einen Tag nach Paris fahren?“
Das ist total verrückt. Ich kenne ihn nicht mal. Und ich könnte erwischt werden. Und wieviel kann man an einem Tag von Paris sehen? Es könnte in so vielerlei Hinsicht katastrophal schieflaufen. All das ist richtig. Ich weiß. Aber das ändert nichts daran, dass ich fahren möchte.
Anstatt nein zu sagen, probiere ich diesmal etwas anderes aus.
Ich sage ja.
(Quelle: Fischer FJB)

Angenommen, Shakespeare hätte sich geirrt?
Dieses Buch ist in gewisserweise etwas Besonderes. Mich regen Büchern selten zum Nachdenken über ein bestimmtes Thema an und vor allem rege sie mich nicht dazu an, mich so lange und so intensiv mit einem Thema zu befassen. Doch "Nur ein Tag" hat es geschafft. 
Fangen wir aber am Anfang an. 
Das Cover ist was anderes, als die anderen Cover, die ich im Buchhandel gesehen habe. Es ist ein halbes Herz, das in der Mitte gebrochen ist, genauso wie Allysons Herz nach der ersten Hälfte des Buches aussieht. Es symbolisiert sehr gut einen Hauptteil des Buches und harmoniert auch sehr gut mit dem Cover des zweiten Teiles von "Nur ein Tag".
Die Charaktere haben mir alle sehr gut gefallen. Allyson macht immer, was ihre Eltern von ihr wollen. Sie lebt, um ihren Eltern das Leben recht zu machen, bis sie William begegnet und sich selbst verändert. Sie wird spontan und abenteuerlustig.  Sie wird jemand anderes - sie wird eine eigene Persönlichkeit. Sie wird sie selbst.
Über William erfährt man noch nicht ganz so viel. Informationen über ihn gibt es erst im zweiten Buch "Und ein ganzes Jahr".
Der Schreibstil vermittelt die Emotionen und die Leidenschaft der Charaktere auf eine sehr authentische Art und Weise. Ich habe, obwohl ich keine oder nur sehr wenige ähnliche Situationen erlebt habe, verstehen und nachvollziehen können, warum die Charaktere auf diese Art gefühlt haben.
Unter anderem aus diesem Grund war das Buch spannend, fesselnd in sich schlüssig und das Gegenteil von langweilig.
Die beschriebenen Situationen finden sich auch - vor allem in der heutigen Realität - in einer ähnlichen Art wieder, und diesen Balanceakt zwischen Fiktion und Realität hat Gayle Forman gut gemeistert.
Das Buch hat mich zum Nachdenken angeregt.
Zum Nachdenken über die Reiselust und darüber, ob ich mein Leben lebe, oder ein Leben das Andere für mich wollen.
Nur wenige Autoren schaffen das, und ich danke Gayle Forman dafür, dass sie es bei mir geschafft hat.
Alleine deswegen würde ich das Buch schon weiterempfehlen.
Das Buch "Nur ein Tag" konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern. Es hat mich zum Nachdenken angeregt und war sehr authentisch geschrieben.
Ich gebe dem Buch alle 5 Rosen.



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