Mittwoch, 7. Juni 2017

[Rezension] Herz in Reparatur



Autorin: Anna Fischer
Titel: Herz in Reparatur
Einband: eBook
Seiten: 280 Seiten
Sprache: Deutsch
Erschienen: 18. Mai 2017
ASIN: B071ZBS18B
Preis: 0,99€
Kaufen
»Du hast wirklich keinen blassen Schimmer, wie Männer ticken!«

Emma ist von Liebeskummer geplagt! Denn die ehrgeizige TV-Redakteurin wurde von ihrem Carl für eine Silikon-Barbie verlassen. Dabei wäre er auf intellektueller Ebene ihr »Perfect Match«!
Zu allem Überfluss soll sie jetzt auch noch dem ehemaligen Baseball-Superstar Matt MacKenzie die Basics des Journalismus lehren. Eher würde sie einem Affen das Sprechen beibringen wollen, als für diesen selbstverliebten Playboy den »Babysitter« zu spielen.
Doch da Matt auf ihre Hilfe angewiesen ist, schließen die beiden einen Deal: Emma macht ihn fit für den Moderatoren-Job und im Gegenzug lehrt Matt sie, »was Männer wirklich wollen«, damit sie Carl wieder zurückerobern kann
 
Das Cover des Buches trifft leider nicht so wirklich meinen Geschmack. Die Figuren erinnern mich doch leider sehr an Toilettenmännchen und ohne Erklärung, hätte ich wohl etwas länger gebraucht, um die Kappe auf dem Hut der männlichen Figur zu erkennen. Die Figuren an sich passen für mich leider auch nicht zur Geschichte, da Matt kein Handwerker ist und Emma nichts mit Baseball(-Schlägern) zu tun hat.
Die Farben treffen leider auch nicht meinen Geschmack, da ich Rosa verabscheue und auch die rote Schrift auf dem Cover nicht sehr schön finde, bzw. unangenehm zu lesen.
Die beiden Protagonisten Emma und Matt scheinen das Gegenteil des jeweils anderen zu sein.
Emma ist vor allem zu Anfang des Buches sehr naiv in ihrem Denken. Sie verurteilt einfach jeden, ohne ihn oder sie zu kennen oder zu Wort kommen zu lassen. Emma war mir vor allem am Anfang des Buches gar nicht sympathisch, sondern sehr unsympathisch. Ich bin eher eine Anhängerin des Leitsatzes "Was du willst, das dir geschieht, das tue auch anderen", Emma scheint von dem Satz noch nicht sehr viel gehört zu haben oder ihn zu ignorieren.
Matt gibt sich am Anfang des Buches als Macho und Player, so wie er es immer für sein Image spielen musste. Er war mir vom Anfang des Buches bis zum Ende hin immer sympathisch, vor allem im Rahmen seiner Familie und bei den Einblicken hinter seine Fassade. Seine Art, wie er versucht verschiedene Aufgaben zu lösen finde ich sehr angenehm und in der Welt, in der das Buch spielt auch sehr erfrischend. Schade fand ich, dass die Autorin ihn zu perfekt gestaltet hat. Er konnte einfach alles und hatte für alles eine Begabung. Seinen berühmten besten Freund ignoriere ich an dieser Stelle mal einfach.
Was mich allerdings wahnsinnig gestört hat, ist das die Figuren zwischendurch wie ausgewechselt gewirkt habe. Sie hatten teilweise nichts mehr mit den Figuren zu tun, die man zu Anfang kennengelernt hat in dem Buch, sondern erschienen ganz anders. Diese Veränderungen hätte man sicher auch herbeiführen können, aber sie waren für mich, wie aus dem nichts da.
Carl als Ex von Emma war mir zwar zu Anfang noch einigermaßen sympathisch, aber im Verlauf des Buches ist er mit immer unsympathischer geworden, da er sich einfach nur daneben verhalten hat. (z.B. Als er nicht verstehen wollte, das Emma nicht mit ihm reden wollte.)
Die Idee der Geschichte finde ich auch nach dem Lesen noch sehr gut, nur leider hat es an der Umsetzung dann gehapert.
Der Schreibstil an sich hat mir relativ gut gefallen. Ich konnte das Buch ziemlich flüssig lesen und habe deswegen auch nicht allzu lange dafür gebraucht.
Leider hatte ich des Öfteren das Gefühl, das keine Zeit vergehen würde und alles innerhalb von einem sehr kurzen Zeitraum passiert, auch wenn er eigentlich sehr viel länger war, als ich es empfunden habe.
Auch hatte ich öfters das Gefühl, das mehrere Szenen künstlich verkürzt wurden, damit weniger Seiten entstehen oder weniger geschrieben werden "muss". Das hat mich leider ziemlich genervt, da es meinen Lesefluss doch sehr unterbrochen und gestört hat.
Auch wurde waren einigen Rechtschreibfehler in dem Buch enthalten, genauso wie Wortwiederholungen und falsche/ungebräuchlichere Ausdrücke.
Leider hatte ich vor allem zum Ende hin, das Gefühl, das es zu viel des Guten geworden ist. Und zwar in der Form zu viel des Guten, das es dezent sehr stark daneben gegangen ist – zumindest in meinen Augen.
In meinen Augen wurde einfach nur noch übertrieben, was Matts besten Freund angeht. Auch die Gäste in einem Restaurant und bei einem Fest (mehr kann ich ohne Spoiler leider nicht sagen) sind in meinen Augen etwas zu viel des Guten. Da wurde, für mich, leider maßlos übertrieben.
Vor allem zum Ende hin, wurde das Buch immer unlogischer und unrealistischer. Irgendwo ist in meinen Augen mit der künstlerischen Freiheit Schluss und dieser Schluss wurde in diesem Buch für mich überschritten.
Das Ende hat mit fast das gesamte Buch versaut, was ich wirklich schade fand, da das Buch eigentlich sehr viel Potenzial hat, nur leider wurde dieses nicht genutzt.

Herzlichen Dank an Lovelybooks und die Autorin, Anna Fischer, für die Bereitstellung des Buches im Rahmen einer Leserunde. ♥
Leider wurde in diesem Buch maßlos übertrieben und viel ungenutztes Potenzial blieb auf der Strecke liegen. Ich gebe dem Buch Herz in Reparatur, wegen der guten Idee hinter dem Buch noch ganz knappe 3 Rosen mit einer großen Tendenz zu 2 Rosen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen