Mittwoch, 28. Januar 2015

[Rezension] Die Clique - Schicksalsspiele


Autorin: Lisa Auer
Titel: Die Clique - Schicksalsspiele
Einband: eBook
Erschienen: 13 Juli 2014
Seitenzahl: 451 Seiten
Sprache: Deutsch
Preis: 2,99€
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Jody. Was für ein Zufall, du bist schon wieder dran.“ Verwirrt hob ich den Kopf und starrte Mister Jack an. Schon wieder ich? Das konnte doch nicht wahr sein! Zitternd humpelte ich vor und stellte mich neben ihn. Verdammt, warum musste ich nur immer so viel Pech haben? „Wow. Du hast heute Nacht die schwerste Aufgabe.“ Der Anführer begann mit seinen Fingern auf die Lostrommeln zu schlagen und erzeugte dadurch gruselige Töne. „Du musst Stella zur Strecke bringen. Ich wünsche dir viel Glück!“ 
 Jody ist eigentlich ein unscheinbares Mädchen und fällt nicht weiter auf. Ohne zu verstehen, warum, wird sie für die neuen Jugendlichen an ihrer Schule interessant und sie wollen sie sogar in ihre Clique aufnehmen. Erst viel zu spät kommt Jody dahinter, was sich in der Clique wirklich abspielt. Plötzlich ist sie mittendrin im Spiel ums Leben, doch es geht schon lange nicht mehr nur um ihr eigenes. Sie muss sich entscheiden …
"Jody. Was für ein Zufall, du bist schon wieder dran."
Als ich von der Autorin gefragt wurde, ob ich ihr neues Buch lesen möchte, habe ich mich sehr gefreut, da sie gesagt hat, meine Kritik von  "Schwingen des Vergessens" habe ihr weitergeholfen und ich davon ausgegangen bin das sie diese auch bei diesem Buch Berücksichtigt hat. Leider musste ich schnell merken das dies nicht immer der Fall war.
Zu Anfang muss ich sagen das dieses Cover zwar nicht so schlicht ist, wie das (alte) Cover von ihrem ersten Buch, aber dafür ist mir dieses Cover zu unruhig. Dieses Cover schreit leider sehr nach "Ich bin ein Indie." Wenn das Cover (und dabei besonders das obere Foto) etwas schlichter wäre, würde das Cover sicher "ruhiger" wirken.
Dann ist da noch eine grundlegende Sache die ich wieder kritisieren muss, da sie mich wieder sehr aufgeregt hat und zwar das Alter der Protagonisten. Zum einem sollte man als Autor nur selten und über Menschen schreiben, die älter sind als man selbst. Die Protagonisten verhalten sich alle nicht als wären sie 16 oder noch älter sondern als wären sie 13 oder 14 Jahre alt. Wenn man selbst so alt ist wie die Protagonisten in den Buch, ist das natürlich noch einmal doppelt so nervig, weil man sehr genau weiß wie 16 jährige sich in der jetzigen Zeit verhalten und reden und sich somit nur gedacht hat "Schweigt oder Sterbt."
Dann ist mir noch eine Textstelle bzw. ein Satz sehr im Gedächtnis geblieben da er etwas verwirrend ist. Und zwar steht bei 19% "War ich nett, erhielt ich böse." Ich weiß zwar aus den Sätzen davor und danach was gemeint ist, aber es sollte trotzdem nicht da stehen. Und dann wurde bei 29% ein Leerzeichen vergessen, was auch relativ verwirrend war.
Ich möchte damit nicht sagen das das Buch schlecht war, ich möchte nur sagen das das Buch noch mehr Potential hat und noch Luft nach oben ist.
Für mich ist das Buch kein Jugendthriller (Als was es bezeichnet wird) sondern eher ein Jugendbuch mit leichten Thriller-Toutch. Für eine Thriller sind in dem Buch eindeutig nicht genügend blutrünstige Szenen.

Ein alles in allem gelungenes Jugendbuch mit Potential nach oben. Die Autorin ist bei mir nicht durchgefallen und sobald es mir finanziell möglich ist, werde ich mir auch das dritte Buch der Autorin kaufen.






Mittwoch, 21. Januar 2015

[Rezension] Hexeninternat

(Quelle: Goodreads)


Autor: Heiko Grießbach
Titel:  Hexeninternat
Einband: eBook

Seitenanzahl: 212 Seiten

Sprache: Deutsch
Erschienen: 28 November 2014 
Preis: 0,99€
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Die sechzehnjährige Tanja aus Berlin erlebt mit dem Ende der Halbjahresferien auch das Ende ihres bisherigen Lebens. Sie stürzt beim Eislaufen mit der Freundin, sieht ihren Schwarm David mit einer blonden Tussi am Arm und als sie nach Hause kommt, trifft sie ihren blutenden Vater an. Ihre Eltern wurden von Jägern überfallen und müssen fliehen, um sich in Sicherheit zu bringen. Erst jetzt klären sie Tanja darüber auf, dass sie keine normalen Menschen sind! Sie schaffen ihre Tochter in ein Internat für angehende Hexen und Hexer, wo sie die Schule beenden und ihre Fähigkeiten als Hexe kennenlernen soll.

(Quelle: Goodreads)
"Verdammter Mist!", rief Tanja und riss reflexhaft die Arme hoch.




In der Rezension sind leichte Spoiler vorhanden, wenn ihr nichts dagegen habt schon etwas zu erfahren was erst bei ca. 20 % beschrieben wird könnt ihr ruhig weiterlesen.


   

Das Buch "Hexeninternat" hat sich vom Inhalt her nicht ganz so schlecht - um nicht zu sagen gut - angehört. Die Ausführung hat mir allerdings ganz und gar nicht gefallen. Am Besten fange ich mal mit dem Inhaltlichen an. Das Buch kam mir zu Anfang wie ein Mix aus vielen verschiedenen Büchern vor, da war zum Beispiel die Sache mit dem Gehirnmuster. In beiden Büchern (Shadow Falls Camp und Hexeninternat) lesen die Personen gegenseitig ihre Gehirnmuster, um über sich was herauszufinden, und zwar auf exakt dieselbe Art und Weise! Das mit "Protagonistin weiß nichts von ihrer Abstammung und geht in ein Internat um alles Mögliche über sich zu lernen" kommt mir auch aus meinem halben Bücherregal bekannt vor, genauso wie das die Eltern (bzw. die Mutter) angegriffen und verletzt wird und das Kind dann mehr oder weniger auf sich alleine gestellt ist (Chroniken der Unterwelt). Das bringe mich zu dem Kritikpunkt, dass die wenigsten Eltern ihr Kind einfach so abschieben würden, wie die Eltern der Protagonistin das in dem Buch gemacht haben und vor allem würden alle Eltern, die ihre Kinder wirklich lieben, zumindest versuchen ihren Kindern alles, in aller vorhandenen Ruhe, zu erklären und das nicht in ein paar Sätzen abklären und das Kind dann in ein Internat abschieben. 
Das Buch wurde leider auch sehr kurz gehalten. Damit ist das gemeint was ich schon genannt habe, das Sachen nicht ausgeführt wurden und sehr abgehackt "Abgeklärt wurden" und ich dadurch auch immer wieder das Gefühl hatte, das ich Sachen überlesen habe. Der gesamte Plot der Geschichte ist in meinem Augen sehr fehlerhaft und hat viele Löcher, Ecken und Kanten was der Geschichte leider nicht gut tut, da die ganzen Ecken und Kanten und Löcher Logikfehler sind und einfach nur nerven und die Geschichte noch unrealistischer machen. 
Was die Geschichte außerdem unrealistisch macht ist das die Dialoge oft platt und langweilig sind und in einer Sprache sind die Jugendliche in meinem Alter niemals sprechen würden. Mal habe ich gedacht die Protagonisten sind 10 oder 11 und manchmal habe ich mich gefragt, wie alt die den bitte schön sind, um so weise zu sprechen. Außerdem sollte man als Autor wissen das Mädchen grundsätzlich in der direkten Rede mehr Adjektive benutzen als Jungs und das dann auch umsetzten. Der Schreibstil hat mich durch seine Abgehacktheit doch sehr an einen Schulaufsatz erinnert, wie ich ihn in der 6. Klasse geschrieben habe. Ganz nach dem Motto "Viele Informationen in wenigen Sätzen und nicht immer mit Zusammenhang". In nur sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr wenigen Szenen habe ich das Gefühl gehabt, das der Autor mit Herzblut dabei war und nicht nur mit dem Gefühl "Ich muss das Buch fertig schreiben".
Was mich auch geärgert hat, ist, dass das Buch - zumindest in meinem Augen - keine wirkliche Spannungskurve hat. Es gab keine wirklichen erschreckenden Wendungen und alles, was man sehr spannend machen könnte, wurde wirklich schnell wieder aufgeklärt und mit schnell meine ich das ich spätestens auf der nächsten Seite eine Erklärung zu der Szene hatte. Das Ende war kein wirkliches Ende, sondern war eher so, wie ich ein Ende in einem Kapitel schreiben würde. Das Ende war mir persönlich zu plötzlich und hatte keinen richtigen Abschluss. 
Und als Letztes muss ich noch erwähnen, das ich in den eBook - trotz meiner grauenhaften Grammatik und Rechtschreibung - Rechtschreibfehler entdeckt habe.

Durch einen sehr anstrengenden Schreibstil und vielen Unstimmigkeiten im Plot war das Buch nicht sehr leicht zu lesen und ist von meiner Seite aus ein Buch, das man nicht lesen muss und auch nicht gelesen haben sollte (vor allem wenn man schon schlechte Erfahrungen mit Indieautoren gemacht hat). 
Ich gebe dem Buch eine Rose, da mir manche kleinen Dinge in dem Buch gefallen haben, aber das negative leider mehr war als das positive.