Sonntag, 31. März 2019

[Werbung | Rezension] Broken Beautiful Hearts

Ich habe dieses Buch auf Lovelybooks im Rahmen einer Leserunde geschenkt bekommen. Trotzdem spiegelt diese Rezension nur meine eigene Meinung wieder und wurde in keinster Weise davon beeinflusst, dass dieses Buch aus einer Leserunde ist.

(c)HarperCollins

Autorin: Kami Garcia
Übersetzerin: Anne Brauner
Titel: Broken Beautiful Hearts
Verlag: HarperCollins
Einband: Klappenbroschur
Seiten: 480 Seiten
Sprache: Deutsch
Erschienen: 01. Februar 2019
ISBN: 978-3-95967-252-8
Preis: 14,00€
Davor war alles gut: Peyton hatte ihren Traumtypen gefunden und die Zusage für ihr Wunschcollege in der Tasche. Danach ist ihre Welt zerbrochen. Niemand glaubt ihr, was in jener Nacht passiert ist. Um all diese Erinnerungen hinter sich zu lassen, zieht Peyton in eine andere Stadt. Sie ist wild entschlossen, nie wieder einen Jungen in ihr Herz. Doch als sie Owen trifft, fällt es ihr immer schwerer, sich an diesen Vorsatz zu halten. Und das, obwohl Owen etwas vor ihr zu verheimlichen scheint …

Ich muss ganz zum Anfang sagen, dass ich nach dem Lesen des Klappentextes und beim Anblick des Covers mit einem ganz anderen Buch gerechnet habe.
Ich habe gedacht, das Buch würde kitschiger und auch dramatischer sein, leider muss ich sagen, dass es meine Erwartungen nicht erfüllen konnte.
Der Einstieg ist mir relativ leicht gefallen, auch wenn ich den angenehmen Schreibstil aus den Caster Chronicles vermisse. Dieser war allerdings wahrscheinlich der zweiten Autorin und auch der anderen Übersetzerin geschuldet. Trotzdem war auch in diesem Buch der Schreibstil nicht schlecht zu lesen.
Die Geschichte war relativ gut, auch wenn ich schon in den ersten 60 Seiten des Buches daran gezweifelt habe, ob der Klappentext so passend geschrieben ist. Ihr passiert etwas Schlimmes, daran zweifel ich nicht, aber ich hätte es nicht so aufgebauscht geschrieben. Ich habe bei der Aussage […] Danach ist ihre Welt zerbrochen.[...] mit etwas Dramatischeren gerechnet und mich gefragt, ob das jetzt wirklich die schlimme Situation ein soll. Ich hatte das Gefühl, das da einfach noch etwas fehlt.
Besser gefallen hat mir das Buch, kaum das Peyton umgezogen ist,was sicherlich eine richtige Entscheidung war, auch wenn sie noch die ein oder andere Entscheidung dazu hätte treffen sollen.

Peyton stehe ich auch nach Beenden des Buches noch sehr zwiegespalten gegenüber. Zum einem hat sie etwas Schlimmes mitgemacht und ist sicherlich auch traumatisiert, zum anderen verhält sie sich aber auch oft sehr unreif. Natürlich ist sie noch relativ jung (ich schätze mal, sie ist ungefähr 17), aber sie hat einen Exfreund, der teilweise aggressiv war, da kann ich es nicht nachvollziehen, dass sie, wenn sie selbst Angst hat, dass jemand ihr Gewalt antut, nach einem Boxer/Kämpfer mit einen Gegenstand wirft. Das ist einfach nur dumm und das sollte selbst ein unreifes 17 jähriges Mädchen verstehen. Sie ist sehr egoistisch und weigert sich den Großteil des Buches auch nur die geringste Hilfe anzunehmen, ohne darauf zu achten, das diese Hilfsversuche ihr bei der Genesung helfen können.

Reed, Peytons Exfreund, ist ein sehr unsympathischer Zeitgenosse. Sein wechselhaftes Verhalten und seine wechselhaften Äußerungen sind sehr unangenehm und zum Teil sicherlich auch verstörend für Peyton. Seine Handlungen sind für mich nicht nachzuvollziehen und er erscheint mir, um es umgangssprachlich auszudrücken, einfach nur krank im Kopf.
Das Verhalten von Peytons Freunden in der Heimat kann ich nur wenig nachvollziehen. Das Tess, die Schwester von Reed, ihr nicht glaubt, kann ich noch nachvollziehen, man denkt ja doch meistens gut von seinen Geschwistern, aber das sich auch die anderen Freundinnen abwenden, sorgt dafür, das ich mich frage, ob das jemals richtige Freundinnen waren.

Die Menschen, denen Peyton bei ihrem Onkel Hawk in Black Water begegnet finde ich da auf jeden Fall sympathischer. Meine Lieblingscharaktere in diesem Buch sind auf jeden Fall die beiden Zwillinge, Cameron und Christian, Peytons Cousins. Die beiden haben mich teilweise an die Wesley Zwillinge aus Harry Potter erinnert, zwei Charaktere, die ich auch liebe.
Owen fand ich schon früh sehr interessant. Sympathisch war er mir am Anfang noch nicht, aber er hat auf jeden Fall mein Interesse geweckt, was auch daran lag, das er sehr viele Geheimnisse mit sich rumträgt.
Grace fand ich früh schon sympathisch und ich bin sehr froh, das sie noch einige Auftritte in dem Buch hat und nicht nur eine kleine Randfigur geworden ist.

Ihre Lehrer in Black Water finde ich auch sehr gewöhnungsbedürftig. Ein paar der Lehrer erscheinen mir nicht sehr durchsetzungsfähig und andere entweder ignorant, oder einfach uninformiert. Mit ignorant oder uninformiert meine ich die Englischlehrerin von Peyton, die ein Buch mit ihren Schülern im Unterricht liest, was sicherlich für mehrere Schüler, unter anderem Peyton psychisch sehr schmerzhaft werden kann.

Ich finde es um ehrlich zu sein auch etwas nervig, das immer so viele Zufälle zusammenkommen. Es wirkt für mich etwas gezwungen und als müsste die Autorin die Peyton und Owen unbedingt immer wieder in dieselbe Szene pressen, um die Geschichte voranzubringen … Viele dieser Zufälle passen für mich auch nicht in die Geschichte und hätten anders „eingeleitet“ werden müssen, damit sie passen und nicht so gezwungen wirken. Vieles wirkt einfach zu übertrieben auf mich, sodass ich es nicht mehr nachvollziehen konnte.

Ein paar der Situationen am Ende des Buches waren in meinen Augen ganz klar vorauszusehen und haben mich dadurch leider nicht mehr überrascht, was das Buch zum Teil langweilig gemacht hat. Wenn das Buch schon trotz kitschigem Cover und einem Klappentext der sich mit dem Wort Einheitsbrei beschreiben lässt, nicht zum Einheitsbrei zählen soll, dann erwarte ich auch, das ich das Ende nicht schon über 100 Seiten vorher erahnen kann.
Leider konnte mich dieses Buch nicht begeistern. Ich finde das Cover und auch den Klappentext nicht sehr passend zu dem Buch und bin auch von den Charakteren enttäuscht. Mich hat das Buch während des Lesens so sehr genervt, das ich es für einen längeren Zeitraum zur Seite legen musste, weil ich es nicht zu Ende lesen konnte. Die Charaktere haben mich nur in den wenigsten Fällen begeistert und mir hat die Tiefe der Figuren gefehlt.
Ich kann diesem Buch leider nur 3 von 5 Rosen geben.



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